Hunde-Forum

Norwegischer Lundehund

Temperamentvoll, aufmerksam, kinderlieb, anhänglich und zurückhaltend

Temperamentvoll, aufmerksam, kinderlieb, anhänglich und zurückhaltend

Der Lundehund - Das Anatomiewunder unter den Hunden

Seine Besonderheiten:

- Ein besonderer Schultergürtel ermöglicht es, beide Vorderläufe im 90°-Winkel seitlich weg zu strecken.  

- Der Kopf lässt sich bis zur Wirbelsäule nach hinten biegen, der Hund kann sich dadurch „kürzer“ machen.

- Bis zu acht Backenzähne weniger – was den Fang und die grösst mögliche Unversehrtheit der Beute gewährleistet.
- Eine Querfalte im Ohrenknorpel ermöglicht es dem der Lundehund, seine normalerweise spitz nach obenstehenden Ohren „zuzuklappen“. Seine Gehörgänge werden so vor Schmutz und Tropfwasser geschützt.“
- Die Lundehunde haben als einzige Hunderasse sechs Zehen an jedem Lauf, wovon die sechste höher angeordnet ist und dem Hund einen guten Halt beim Klettern gibt (zwei zusätzliche Afterkrallen, besser bekannt als „Wolfskralle).

 

Der Norwegischer Lundehund ist ein Familienhund, der durchaus auch für die Haltung in der Wohnung geeignet ist. Sein Fell braucht wenig Pflege, er jedoch ausreichend Auslaulf. Er ist sehr wachsam, energisch und lebhaft, kinderlieb und sehr freundlich. Mit anderen Hunden kommt er normalerweise gut zurecht. Neben seiner Wachsamkeit ist er aber auch sensibel und scheu. Folgende Informationen mit teils unterschiedlichen Aussagen wurden gefunden.
 

Die Wurzeln der fast ausgerotteten Rasse und noch heute lebenden Lundehunde, liegen in Måstad auf Værøy. Die Einwohner des Ortes wechselten nach über Jahrhunderte andauernder Tradition von der „Vogeljagd mit dem Hund“ (Jagd von Papageitauchern) zum effektiveren Netzfang. Der Lundehund wurde überflüssig, ein Streuner und begann zu wildern. Das Erheben einer Hundesteuer in den Gemeinden Røst und Værøy hatte zur Folge, dass es binnen kürzester Zeit kaum noch Hunde auf den Inseln gab.

 

In Måstad benötigte man weiterhin den Lundehund und erreichte nach einigen Protesten eine Steuerermäßigung. Somit wurde Måstad der einzige Ort, an dem diese Rasse noch existierte und wegen der Abgeschiedenheit vermischte sie sich auch nicht mit anderen Hunden. Von dieser Situation hörte 1938 Eleonora Christi. Sie erkannte, dass diese Rasse kurz vor dem Aussterben stand, und beschaffte sich drei Hündinnen und einen Rüden, um den Bestand zu retten. Drei Jahre später musste auf ihre Zucht zurückgegriffen werden, denn in Måstad starben innerhalb kurzer Zeit alle Hunde an der Staupe.
 

Wir wollen an dieser Stelle auch auf das Lundehund Syndrom hinweisen. Eine ausführliche Erklärung dazu: hier klicken

Eleonora Christi übergab daraufhin den Bewohnern vier Hunde, mit denen eine neue Zucht aufgebaut wurde. Später wiederholte sich dieser Vorgang in umgekehrter Richtung, da auch die Hunde im Süden Opfer der Staupe-Epidemie geworden waren.

1961 wurde mit lediglich fünf Lundehunden ein Zuchtprogramm begonnen mit dem Ziel, die Rasse zu erhalten.

Höchstwahrscheinlich ist es diese kleine Zuchtbasis, die dafür verantwortlich ist, dass sehr viele dieser kleinen Hunde an einer komplexen chronischen Erkrankung des Verdauungstraktes, die von der Wissenschaft als «Lundhund-Syndrom» (Lundehund-Gastroenteropathie) bezeichnet wird, leiden. Aufgrund des gehäuften Auftretens dieser Krankheit bei Lundehunden – und nur bei dieser Rasse – wird vermutet, dass es sich um eine Erbkrankheit handelt.

 

Heute existiert ein kleiner, aber gesicherter Bestand. Seine Zahl ließ sich schwerlich recherchieren und schwangt zwischen 600 – 1200.

2005 waren beim nationalen Zuchtverband Norwegens NKK 1015 Lundehunde registriert. Die meisten leben auf dem Festland als Haus- und Schoßhunde. Auch die gemeldeten Würfe in Deutschland betrugen 2016 lt. VDH lediglich zwei Welpen. Einige Verbände fordern daher heute intensiv Halter von gesunden Hunden auf, Ihre Tiere zur Züchtung bereit zu stellen.

 

„Bis zu 50 Prozent aller Lundehunde erkranken im Laufe ihres Lebens an der seltsamen Erkrankung, die inzwischen von der Wissenschaft als "Lundehund-Syndrom" definiert wurde. Die genaue Zahl lässt sich nicht feststellen, weil eine vollständige Erhebung bisher noch nicht durchgeführt wurde. Fest steht: Weltweit gibt es heute 1200 dieser Hunderasse, 500 davon leben in Norwegen, weitere 500 in anderen europäischen Ländern, 200 in Amerika. Vieles spricht dafür, dass die Krankheit durch Inzucht unter den fünf Hunden zu Beginn des Zuchtprogramms entstanden ist. Das entsprechende Gen wurde noch nicht gefunden. (Quellenangabe: RPOnline 3/2012; Hundund.de; Wikipedia; Hundemagazin.ch)

FCI - Nr.:265; Norwegischer Lundehund; Norwegen
Gruppe:5.2; Spitze und Hunde vom Urtyp
Größe:32 - 38
Gewicht:7 kg
Farben:rot-braun bis falb mit schwarze Haarspitzen
Pflege:regelmässiges bürsten
Auslauf:Auslauf
Alter:- 15

Vereine

Deutscher Club für Nordische Hunde e.V. (DCNH)

1.Vorsitzender:
Guido Schäfer
Koblenzer Straße 4d
D- 56759 Kaisersesch
Tel: +49 (0) 2653-91 12 64
Fax: +49 (0) 2653-91 12 65
Mail: dcnh-vorsitzender(at)t-online(dot)de
Url: http://www.dcnh.de

Östereichischer Klub für Nordische Hunderassen (ÖCNHS)

Präsidentin:
Elisabeth Heis-Frei

Geschäftsstelle:
Eva-Maria Kernpüller
Grub 222
Tel: +43 (0 ) 2629-214 64
Mail: evacreativ(at)gmail(dot)com
Url: https://www.oecnhs.at

Schweizerische Klub für Nordische Hunde

Präsident:
Stephan Marty
Tel: +41 (0) 32-397 20 29
Mail: contact(at)sknh(dot)ch
Url: sknh.ch


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