Demenz beim Hund
Dieses Training kann helfen
Immer wieder stellen sich Besitzer von älteren Hunden die Frage, ist der Hund einfach nur alt oder hat er vielleicht sogar eine Demenz. Gründe für diesen Gedanken sind meist ein gemächlicher Gang oder der Hund reagiert mit einem Mal nicht mehr auf alle Kommandos, die er kennt. Eventuell kommt es sogar vor, dass der ansonsten stubenreine Hund plötzlich in die Wohnung macht. Sicherlich kann es am Alter liegen, dass der Hund eine Wesensveränderung durchmacht. Im schlimmsten Fall ist es jedoch eine Demenz oder die wie Ärzte sagen eine kognitive Dysfunktion, die möglichst früh von einem Tierarzt diagnostiziert werden soll, denn dann hat der Hundehalter verschiedenen Möglichkeiten, dem Hund das Leben leichter zu machen.

Hunde erkranken sehr oft an Demenz
Die Demenz bei einem Hund ist durchaus mit der Alzheimer-Erkrankung beim Menschen vergleichbar. Gerade weil Haustiere durch die gute medizinische Versorgung immer älter werden, erkranken auch immer mehr Hunde an Demenz. Sicherlich ist eine Demenz nicht heilbar, doch wenn sie früh genug erkannt wird, kann das Voranschreiten verlangsamt werden. Hunde erkranken meist mit ca. 8 Jahren an einer Demenz. Eine Demenz kann nur von einem Tierarzt sicher festgestellt werden, weshalb Hundehalter bei ungewöhnlichem Verhalten des Hundes den Tierarzt aufsuchen sollten. Jedoch muss man auch sagen, eine solche Diagnose zu stellen ist auch für den erfahrenen Tierarzt nicht immer einfach, denn viele der Symptome treten schleichend auf.
Zu den Symptomen zählen
- gemächlicher Gang
- Kommandos werden nicht mehr richtig befolgt
- vermehrte Ängstlichkeit
- Aggressivität
- verändertes Fressen oder Trinkverhalten
- Unsauberkeit
- Desorientiertheit
- veränderter Schlaf-Wach-Rhythmus
- veränderter Umgang mit Menschen und anderen Hunden, die bekannt sind.
Quelle: www.tierarzt-michling.de
Was passiert bei einer Demenz mit dem Hund?
Genau wie beim Menschen sterben Nervenzellen im Gehirn ab, weshalb man auch Ähnlichkeiten mit einer Alzheimer-Erkrankung beim Menschen erkennen kann. Das Durchschnittsalter bei Hunden für eine Demenz liegt bei 8 Jahren. Jedoch hat sich herauskristallisiert, dass große Hunderassen meist schon mit 5 Jahren erkranken, während die kleineren Hunderassen erst mit ca. 10 Jahren daran erkranken.
Wie kann ein Hundehalter eine Demenz erkennen?
Gerade für den Besuch beim Tierarzt ist es wichtig, welche Beobachtung hat der Hundehalter im Vorfeld gemacht. Dazu können der verwirrte Eindruck des Hundes ebenso zählen, wie das abwesend wirken oder das Starren ins Leere. Einige Hunde wandern nachts ohne Ziel und Plan durch die Wohnung und/oder finden weder ihren Futter- noch Wassernapf. In einigen Fällen hat man den Eindruck, dass der Hund sowas wie Halluzinationen hat und Dinge sieht, die gar nicht da sind, denn er beginnt scheinbar ohne Grund zu bellen oder zu knurren. Hat man diese Beobachtungen dem Tierarzt mitgeteilt, wird er meist eine neurologische Untersuchung vornehmen, um andere Erkrankungen auszuschließen.
Wie sieht die Therapie bei Hunde-Demenz aus?
Die Therapie, die vom Tierarzt beschlossen wird, baut auf drei Säulen auf:
- mentales stimulieren
- Medikamente
- Ernährung
Als Hundehalter sollte man seinem Tier auf keinen Fall plötzlich weniger Futter geben, nur weil der Hund stark zunimmt. Besser ist es auf Futter umzusteigen, das leicht verdaulich ist und weniger Energie und Nährstoffe enthält. Man sollte dem Hund ab sofort ein hochwertiges Nassfutter ohne Zucker, Soja und Getreide verabreichen. Das Futter sollte ausreichend Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B und Vitamin E enthalten. Außerdem kann es helfen, wenn man seinem Hund CBD-haltige Produkte ins Futter beimischt. Laut cbdsfinest.de stärkt das Cannabidiol die CB-Rezeptoren und kann so Endocannabinoidmangel vorbeugen.
Mit den richtigen Medikamenten kann die Durchblutung auch im Gehirn gefördert werden.
Am wichtigsten ist jedoch das sogenannte Gehirn-Jogging für das Tier. Hierzu kann man als Hundehalter die Gassirunden immer wieder verändern. Dies bedeutet, dass unbekannte und immer wieder unterschiedliche Orte aufgesucht werden. Die Spaziergänge sollten eher kurz gehalten werden, dafür aber öfter stattfinden. Im Haus oder im Garten kann man Futter verstecken, das der Hund suchen muss. Es können auch neue Kommandos eingeübt werden. Dazwischen sind aber Pausen, viele Ruhephasen und vor allen Dingen eine gewisse Routine sehr wichtig.
Mittlerweile hat auch die Naturheilkunde und die Homöopathie bei der Demenz von Tieren Fortschritte gemacht. Allerdings gibt es hier nicht die EINE Therapie, sondern diese muss speziell auf das Tier und seine Befindlichkeiten abgestimmt sein.
Ist die Demenz schon deutlich fortgeschritten, dann sollte auf keinen Fall etwas in der Wohnung bzw. der gewohnten Umgebung verändert werden.
Hilfreich ist außerdem ein Transponder mit einem Mikrochip oder ein GPS-Tracker am Halsband - für den Fall, dass der Hund einmal davonläuft und nicht mehr zurückfindet. So kann man ihn ganz einfach über den heimischen PC orten.
Wie kann ein Hundehalter dem Hund das Leben erleichtern?
Wichtig ist immer viel Liebe, Geduld und auch jede Menge Verständnis für das Tier. Man sollte möglichst jeden Tag mit dem Hund trainieren, um sein Gehirn fit zu halten. Dazu eignen sich sehr gut Ballspiele, Bringspiele und auch Futterspiele. So kann man mit einem Clicker dem Hund neue Tricks beibringen. Dies fördert das Miteinander und auch das Vertrauen des Tieres in seinen Besitzer. Mittlerweile gibt es für demente Hunde auch Spiele, die gemeinsam am Tablet gespielt werden können.
Zusammenfassung
Da auch Hunde immer älter werden, ist das Risiko an Demenz zu erkranken gestiegen. Vielfach beginnt dies im Alter zwischen 5 und 10 Jahren und wird von vielen Hundehaltern zuerst auf das Alter geschoben. Ein Tierarzt sollte möglichst schnell die ‚Diagnose stellen, damit man dem Hund sein Leben mit der Demenz angenehmer gestalten kann.





