Gesunder Schlafplatz beim Hund
Wer schlecht schläft, ist morgens in keiner guten Verfassung. Ein gesunder und guter Schlaf ist nicht nur für den Menschen, sondern auch für seinen vierbeinigen Freund wichtig. Denn im Schlaf verarbeitet der Hund seine Erlebnisse und tankt neue Energie für den nächsten Tag. Für das Herrchen ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich, ob der Hund gut und ausreichend schläft. Denn viele Faktoren können den Schlaf des Vierbeiners beeinflussen – vom richtigen Schlafplatz bis zum Alter oder gesundheitlichen Zustand.
Das Für und Wider der Hunde im eigenen Hunde haben eine positive Wirkungsweise auf den menschlichen Schlaf
Wenngleich sich die Fachschaft nicht einig ist, ob ein fester Platz im Schlafzimmer zum positiven Schlafverhalten des Hundes beiträgt: Umgekehrt können Hunde durchaus das Ruheverhalten ihrer Besitzer verbessern. Zu diesem Schluss kamen Wissenschaftler des Canisius Colleges in Buffalo im Rahmen einer Studie. So gaben 55 Prozent der insgesamt 962 befragten Frauen an, mit ihrem Hund nachts das Bett zu teilen. Viele von ihnen fühlten sich mit einem Hund an ihrer Seite emotional sicherer und wohler als mit einem anderen Menschen. Gleichzeitig trügen die Hunde den Ergebnissen zufolge zu einer gesünderen Schlafhygiene bei. Hundebesitzer würden früher zu Bett gehen, eher aufstehen und somit einen geregelten Schlafrhythmus haben.

20 Prozent aller deutschen Hundebesitzer lassen ihren Vierbeiner bei sich im Bett schlafen.
Bett
Das Für und Wider von Haustieren im Schlafzimmer wird nicht nur in der Wissenschaft seit vielen Jahren kontrovers diskutiert. Es bleibt anzunehmen, dass ein Schlafplatz im Schlafzimmer den Bedürfnissen des Hundes entgegenkommt. Die meisten Hunde schätzen es, auch nachts in der Nähe des Herrchens zu bleiben. Dieser Wunsch ist im ausgeprägten Rudeltrieb der Tiere begründet. Gemeinsam in ihren natürlichen Rudelverhältnissen schlafen die Tiere eng beieinander. Auf diese Weise schützen und wärmen sie sich gegenseitig.
Sofern der Hund keinen Schlafplatz im Schlafzimmer erhält und keinen Artgenossen im Haushalt hat, kann sich dieser Aspekt negativ auswirken. Dementgegen sind keine Probleme zu befürchten, wenn der Hund gemeinsam mit anderen Tieren in einem anderen Raum schläft. Hierbei gilt es die natürliche Rangordnung zu berücksichtigen. Einem Vierbeiner sollte nie der Vorzug eingeräumt werden, wenn seine Artgenossen in einem anderen Raum nächtigen.
Das gemeinsame Teilen des Bettes mit dem Hund sollte wohlüberlegt sein. Mitunter wirkt sich das Schlafen im Bett bei von Natur aus dominanten Hunden problematisch aus. Sie fühlen sich in ihrer Rangordnung bestätigt, wodurch sie noch eine Spur führungssicherer auftreten. Gleichzeitig nimmt der Vierbeiner keine Rücksicht auf die Schlafgewohnheiten des Herrchens. Er schläft aus einer spontanen Laune in einer Position, die ihm zusagt.
Wie viel Schlaf der vierbeinige Freund benötigt
Für einen Hund ist ein gesunder Schlaf noch bedeutsamer als eine gesunde Ernährung. So kommt ein Hund verhältnismäßig lange ohne einen Bissen Nahrung aus. Doch stirbt er schon nach einigen schlaflosen Tagen und Nächten. Im Gegensatz zum Menschen benötigt der Hund keine langen Schlafperioden von sechs bis acht Stunden. Vielmehr legen die Hunde mehrmals am Tag kürzere Nickerchen ein. Dennoch benötigen die Vierbeiner viel Ruhe. Experten gehen bei erwachsenen Hunden von 17 bis 20 Stunden Ruhezeit aus. Kranke Hunde oder Welpen benötigen mehr Schlaf – mitunter bis zu 22 Stunden täglich.
Was der Hundeschlaf mit dem Schlafverhalten des Menschen gemeinsam hat: Auch der Hund „träumt“ und schlummert in Form von aufeinander folgenden REM-Phasen. Wie der Mensch kann der Vierbeiner im Schlaf Geräusche von sich geben oder instinktive Bewegungen ausführen.

Entgegen der allgemeinen Behauptungen verursacht der Hundespeichel keine Infektionen. In Ausnahmefällen können sich Würmer von Mensch zu Tier und umgekehrt übertragen. Deshalb ist es ratsam, den Hund regelmäßig entwurmen zu lassen.
Bedingungen für einen gesunden Hundeschlafplatz schaffen
Es gibt keine feste Regel, an welchem Standort das Herrchen den Hundeschlafplatz verlegt. Viel wichtiger ist es, dass der Schlafplatz den Bedürfnissen des Vierbeiners gerecht wird.
- Der ideale Rückzugsort für den Hund muss vor Zugluft geschützt sein.
- Er kann im Flur oder in den Wohnräumen liegen.
- Bei guten Witterungsbedingungen kann der Hund durchaus im Freien schlafen.
- Durchgangsbereiche sind als Schlafplätze grundsätzlich nicht geeignet.
- Es bietet sich an, für den Hund einen „Erstschlafplatz“ und einen „Zweitschlafplatz“ einzurichten.
- Der Hund muss sich an seinem Schlafplatz in voller Länge ausstrecken können.
- Noppen auf der Unterseite machen den Unterschlupf rutschfest.
- Frottee-Stoff kann für Hunde sehr gefährlich sein – insbesondere für einen kleinen Welpen. Er kann mit seinen Krallen im Stoff hängen bleiben oder beim Schlafen durch den Stoff ersticken.
- Jeder Hund hat unterschiedliche Präferenzen. Gemeinhin lassen sich ältere Hunde gerne auf einem weichen Schlafplatz nieder. Junghunde und Welpen kommen mit einem härteren Untergrund besser zurecht.
- Elektrogeräte wie das Smartphone sollten nicht in der Nähe des Hundeschlafplatzes liegen. Sie beeinträchtigen den natürlichen Schlaf der Tiere.
- Der Schlafplatz sollte nicht zu nah an der Heizung stehen. Anders als der Mensch schwitzt der Hund bei Wärme nicht, sondern fängt zu hecheln an. Gleichzeitig kann die trockene Luft die Haut und Haare des Hundes austrocknen und Hautreizungen auslösen.
Die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Schlafplätze für den Hund
| Art des Schlafplatzes | Vorteile- und Nachteile |
|---|---|
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Der klassische Hundekorb |
Ein großer Vorteil der Körbe ist deren einfache Reinigung. Allerdings sind die Körbe oftmals schlecht verarbeitet und schützen unzureichend gegen Kälte. Für Welpen und junge Hunde sind minderwertige und preisgünstige Körbe nicht geeignet. Sie neigen während des Zahnwechsels zum Anknabbern von Gegenständen. An einem Korb mit scharfen Kanten könnten sie sich verletzen. Für geräuschempfindliche Hunde sind geflochtene Körbe ebenfalls nicht empfehlenswert. |
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Decken und Matratzen |
Matratzen, Decken und Hundekissen betten den Vierbeiner weich und isolieren gegen den kalten Untergrund. Nur Matratzen und Bezüge mit einem abnehmbaren Bezug lassen sich waschen. Von ihnen profitieren alle Hunde, die sich mit einem geschlossenen Schlafplatz nicht anfreunden. |
| Höhlen-Körbe | Höhlenartige Körbe sind überdacht konzipiert. Sie eignen sich ideal für Welpen und junge Hunde, da diese sich in einem überdachten Unterschlupf am wohlsten fühlen. |
| Hundesofa | Dieser Schlafplatz ist ein robustes Möbelstück, das auf vier Beinen steht. Ausgewachsene Hunde, die gerne erhöht schlafen, kommen gut mit einem Hundesofa zurecht. |
Jede Schlafposition hat eine andere spezifische Bedeutung.
Seine Schlafposition wählt der Hund nicht zufällig. Rückenschläfer fühlen sich sicher und komfortabel geborgen. Sie haben keine Angst, ihre verletzlichen Stellen beim Schlafen zu entblößen. Die Seitenschläfer stufen die Forscher als sicher und sorglos ein. Eingerollte Hunde hingegen haben oftmals ein Problem mit einem zu kalten Raum. Auf dem Bauch liegende Hunde in der ruhenden Sphinx-Haltung sind hellwach und wachsam.
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